Schee, dass'd do bist

Machen Sie mit...!
Es gehört mit zu den wichtigsten Wünschen der Menschen, eine Heimat zu haben und zu wissen, wo man hingehört. Man möchte sich geborgen fühlen und sein Umfeld kennen. Insbesondere in einer Zeit der Globalisierung wird es immer wichtiger, unserer Vergangenheit auch weiterhin auf die Spur zu bleiben, gleichzeitig aber das aktuelle Geschehen aufmerksam zu verfolgen. Leider kommt im Lehrplan der heutigen Schulen die so genannte "Heimatkunde" viel zu kurz. Viele jüngere Menschen wissen gar nicht mehr, woher in direkter Nachbarschaft Straßennamen kommen, wer einst auf Schloß Seefeld herrschte und dass der Griesberg einst ein beliebtes Ski-Paradies war. Ziel von "Seefeld aktuell" ist es, in Zusammenarbeit mit Ihnen, passionierten Hobbyforschern, den Kindern und Jugendlichen dazu beizutragen, die eigene Heimat mit ihrer facettenreichen Kultur noch besser kennenzulernen. Ein gutes Beispiel ist ein Gespräch mit dem verstorbenen, ehemaligen Bürgermeister Fritz Eulitz, der über den Beginn der Wasserver- und Entsorgung erzählt.
Wir sind noch ganz am Anfang - helfen Sie bitte mit, dass hier ein dickes Geschichtsbuch entsteht.
In diesem Sinne - viele gute Ideen
Uli Singer
Falls Sie Lust haben, mitzumachen, wie auch immer - ein Mail genügt!

Oberalting galt einmal als zentraler Mittelpunkt
„In Oberalting und Seefeld hat sich ein pastoraler, kultureller, herrschaftlicher und wirtschaftlicher Mittelpunkt entfaltet“, schreibt Pfarrer Hans Waller (von 1959 bis 1999 Pfarrer in Oberalting-Seefeld) über die Zeit um 1760 herum. Wurden doch außer in den bereits genannten Ortschaften unter anderem Filialen in „Inning mit Schlogenhofen, Beuren mit Greifenberg, Böcking, Frietting mit Meising, Ehrking mit Hadorf und Widdersberg, Machtlfing mit Unter-Machtlfing, Starnberg mit Secking und Hanfeld, Wessling mit Walchstatt, Etterschlag und Graf Rath“ unterhalten. Insgesamt gehörten zum Dekanat Oberalting 19 Pfarreien mit 7568 Einwohnern, die von dreißig Geistlichen betreut wurden. „Die damals nur geringe Zahl nicht katholischer Einwohner bleibt unberücksichtigt“, stellte Waller fest. .
Interessant ist ein Blick auf die Berufe, die seinerzeit ausgeübt wurden. Der Müller wird am häufigsten erwähnt. Ihm folgen die Hirten, Schmiede und Wirte beziehungsweise Wirtinnen. Aber auch Fischer, Bäcker, Weber, Bader, Schneider und Schuster hatten ihr Auskommen. Sowie Holzhändler und Holzfäller, Krämer, Seiler, Wagner, Gerber, Gürtler und Maurer. Schließlich wird noch der Beruf des Totengräbers und des Wasenmeisters anführt. Außer diesen Berufen, die in den umliegenden Dörfern ausgeübt wurden, brachte das Hofleben auf der Burg Seefeld einen Bedarf ganz spezieller Berufe mit sich. Unter anderem gab es Soldaten, die im Dienste der Grafen Toerring standen und natürlich noch die Hofkutscher und Hofbediensteten.